Andreas Schumacher Kunst Atelier

  • Ausbuchtungen und Protuberanzen (2)


    Andreas Schumacher Skulptur Stella(zurück zu Teil 1) Kugelförmige Elemente scheinen sich aus einer amorphen Masse herausbilden zu wollen, ohne sich vollständig davon ablösen zu können. Man denkt an ein biologisches oder chemisches Geschehen, an zelluläres Wachstum oder auch an die Kalottenmodelle komplexer Moleküle. Im Gegensatz zu der glänzenden Außenhaut des "Raumkörpers" besticht "Stella" mit einer leicht transparenten Oberflächenqualität, die es dem Blick erlaubt, bis zu einer gewissen Tiefe in das Material einzudringen. Auf formale und materialtechnische Feinheiten dieser Art legt der Bildhauer größten Wert. Dieselbe Ästhetik einer Formgebung, die sich von Abstraktionen natürlicher und naturwissenschaftlicher

  • Andreas Schumacher Skulptur Serielle KugfelformFormprozesse inspirieren lässt, ist auch bei Schumachers "Serieller Bodenarbeit" am Werk. Sie besteht aus mehr als 200 Kugelformen, die aus rötlich getöntem Beton gegossen wurden und denen je drei konkave Einbuchtungen eingeschrieben sind. Diese Module hat Andreas Schumacher, auf die Proportionen des Raums und die unregelmäßige Struktur des Fußbodens reagierend, zu mehreren kleineren und größeren aggregathaften Konfigurationen geordnet. "Wie Wasserlinsen oder Flechten", so der Vergleich des Künstlers selbst, breitet sich die Arbeit auf der Bodenfläche aus und suggeriert ein biologisches Formprinzip: die reproduktive Wiederholung einer einfachen Grundform. Peter Lodermeyer